Tough Mudder: Was steckt hinter dem Mega-Event?

In wenigen Wochen startet das erste Tough Mudder Event in Deutschland. Doch vielen sportbegeisterten ist diese Veranstaltungsserie noch gar kein Begriff. Wir wollen daher aufklären und zeigen, was hinter dem US-Trend steckt.

Was ist Tough Mudder?

Wie eingangs schon beschrieben, handelt es sich bei Tough Mudder um einen Ausdauerlauf. Der Lauf ist geprägt von diversen Hindernissen wie Schlamm, Eiswasser und Böcke. Grundsätzlich misst eine Strecke zwischen 16 und 18 Kilometern. Wie in einem Videospiel wechselt die Umgebung von Veranstaltung zu Veranstaltung. So wurde zum Beispiel schon in Bauernhöfen, Motocrosstrecken und Skigebieten gelaufen.

Von zwei Briten gegründet

Gegründet wurde das Event im Jahr 2010 von zwei Briten. Seitdem erfreut sich Tough Mudder an stetig wachsende Beliebtheit. Allein in den USA nahmen fast 4500 Sportler daran teil. Im aktuellen Jahr sind 53 Veranstaltungen in den USA, Großbritannien, Australien, Kanada und natürlich Deutschland geplant. Teilnehmer müssen sich im Vorfeld anmelden. Dabei verlangen die Veranstalter eine Gebühr zwischen 70 und 150 Euro. Teilnehmer sollten sich vor dem Tough Mudder auf verschiedene, aber dennoch identische Hindernisse, bestens vorzubereiten. Nicht selten brechen Sportler während des Parcous zusammen.

tough-mudder-schlammJe nach Schwierigkeitsgrad wechseln sich die Übungen wie folgt ab:

Arctic Enema: Hier warten arktische Temperaturen auf den Teilnehmer. Er muss sich durch ein mit Eis gefülltes Becken kämpfen. Meistens liegt über dem Wasser ein Zaun, unter dem durchgetaucht werden muss.

Electroshock Therapy: Klingt makaber… und das ist es auch. Auf einem Schlammfeld sind unzählige Stromleitungen platziert. Diese werden mit bis zu 1000 Volt versorgt.

Funky Monkey: Erinnert auf den ersten Blick ans Hindernis Nummer 1. Auch hier ist ein Eiswasser-Becken vorbereitet. Es soll mit Hilfe eines Klettergerüstes überbrückt werden. Um die Schwierigkeit zu erhöhen, haben die Macher Stufen und Sprossen mit Butter bzw. Schlamm eingerieben.

Everest: Der Teilnehmer sprintet eine mit Butter und Schlamm eingeriebene Steigung hinauf.

Bild links: Flickr / DVIDSHUB